Thüringer

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Rassenamen :

Geschichte :

Diese heute sehr beliebte Rasse hat eine bewegte Geschichte und einige Namensveränderungen durchgemacht wie nur wenige der heutigen Rassen.

Als Erfinder gilt David Gärtner aus Großroda bei Gotha der in Waltershausen in Thüringen diese Rasse züchtete.

Ende des 18. Jahrhunderts versuchte dieser sich an Kreuzungen aus Lothringer Riesen, Silberkaninchen und Russenkaninchen.

Sein Ziel waren „Großrussen und Großsilber“ und er stellte diese Tiere als Neuzüchtungen um 1900 aus. 7-9 Pfund sollen sie schwer gewesen sein. Sie wurden aber abgelehnt und nur als „Kreuzungen“ abgetan. Eine schwere Enttäuschung für einen Züchter.

Er besann sich aber auf Nachkommen aus dieser Zucht die in gemsfarbenen Fell geboren waren. Eigentlich als Fehlfarbe geltend rückten diese nun in den Fokus von Gärtner.

Sie hatten schwarzen Anflug an Nase,Ohren und Läufen und dazu bläuliche Streifen längs der Seiten und an den Hinterläufen. Er paarte also einen Sohn mit der Mutter und wieder fielen gemsfarbene Tiere und spalterbige Tiere. Diese wollte er nun behalten und zu einer neuen Rasse formen.

Er nannte sie „Chamois“ (eingedeutscht Schamoa und heißt übersetzt so viel wie „gemsfarbig“.

Schamoa setzte sich durch weil die Deutschen Probleme mit der Schreibweise und deren Aussprache hatten. Der erste Club gründete sich 1905 und Gärtner gab Tiere an andere Züchter ab, um den Erfolg der Rasse zu fördern und die Bekanntheit zu steigern.

11 Tiere sah man auf der Drachenfelsschau 1905 als Neuzüchtung. Das Schamoa-Kaninchen hatte aber starke Konkurrenz durch das Hasenkaninchen, das ebenfalls um Anerkennung kämpfte. Letzteres setzte sich durch und das „Schamoa“ von Gärtner wurde wie dessen Neuzüchtung zuvor als Rasse abgelehnt.

Der damals bekannte Züchter Eduard Behrens riet den Züchtern an das Schamoa zu glauben und nicht aufzugeben und sie erneut auszustellen.

Weitere 8 Tiere stellte man 1906 aus und sie wurden tatsächlich unter dem Namen Schamoa in den Standard aufgenommen in Hannover.

Mit dieser Aufnahme und dem festen Standard, war nun auch das Gewicht festgelegt worden, denn bisweilen gab es immer zweierlei Schläge an Kaninchen.

Die Einen hatten um die 2,5 kg die Anderen um die 5,0 kg Gewicht und die Züchter wurden sich nie einig welches denn das Wunschgewicht (Zielgewicht) war. Nach der Anerkennung stand das Gewicht auf 3,5kg fest. Es gehörte damit zu den "Mittelgroßen Rassen".

Allerdings dauerte es nicht lang, da wurde der Name, trotz Einspruch des Erfinder und Züchters Gärtner geändert, in „Gemsfarbige Thüringer“. In Thüringen nannte man sie sowieso oftmals die „Thüringer Gemse“.

Im 2. Weltkrieg zählte sie nicht zu den Wirtschaftsrassen und sie bekam keine Unterstützung von der Reichsführung. Verstehen kann man das bis heute nicht, denn es ist ein gutes Fleischkaninchen, hat ein liebes ruhiges Wesen und gute Felle, es ist frohwüchsig und fruchtbar.

Seine Zucht ist für Anfänger gut geeignet.

Darauf führt man zurück das sich das Kaninchen nicht so stark verbreitet hat wie andere Rassen. Neben Thüringen war es stark in Süddeutschland vertreten und sehr beliebt in der Schweiz und der Niederlande.

Thüringer sind die Ausgangsrasse für Sallander, gemeinsam mit Chinchillakaninchen.

Thüringer schlafend

Bildquelle:

Sabine Schulz

W346 Oelde

Bildquelle:

Sabine Schulz

W346 Oelde

Das Gewicht variiert in den Ländern ein wenig. In Deutschland gilt ein Gewicht von über 3,5 bis maximal 4,25 kg als ideal.

In den Niederlanden sind es 3-4 kg.

In England (UK) 3,5-4,0 kg und in USA liegt das ideal bei max.4,07 kg.

In Frankreich hat man ein Gewicht von 3,5-4,0 kg als ideal befunden.

Bildquelle:

Sabine Schulz

W346 Oelde

2010

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Thüringer

 

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Fell:

Bei Kälte nimmt die dunkle Färbung zu und mit zunehmendem Alter dunkeln sie ebenfalls nach.

Die Unterfarbe auf dem Rücken ist gelbrot an den dunklen Bereichen aber graublau.

Die Deckfarbe ist gelbbraun und glänzend.

Die Grannenhaare sind braun und verleihen dem Thüringer die rußähnlichen Abzeichen. Diese Schattierungen können heller oder dunkler sein, bevorzugen sollte man die mittlere und auch diese verpaaren, oder wenn, nur mit dunkler Schattierung verpaaren, niemals mit der Hellen !

Jungtiere werden fleischfarben geboren und beginnen nach 3 Wochen sich umzufärben und im Alter von 8 Monaten sind sie fertig in der Färbung.