Hochsprung

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Hochsprung - Bauanleitungen

Da jeder Hochsprung individuell ist, beschreibe ich euch wie man die Einzelteile baut ohne eine Einkaufsliste vorab zu erstellen.

Denn je niedriger ihr die Hindernisse macht, desto weniger Material braucht ihr ja auch dafür.

Meine Hindernisse sollten mindestens 50 cm hoch werden, denn wenn aktive Hopper in die

nächste Klasse wechseln, wollte ich nicht wieder neue Hürden bauen müssen.

Eure können natürlich kleiner sein.

Zuerst kam der Entwurf, die durchsichtige Platte sollte die Dekorplatte werden.

Meine Hürden sind aus Holz gefertigt.

Die Fußplatten sind aus Spanplattenholz auf die Maße 200 x 200 mm zugeschnitten, die Dicke sollte 18-20mm betragen, um einen stabilen Stand zu haben und nicht im Wind umzukippen.

Du benötigst 2 Fußplatten je Hindernis.

Auf die Platte soll das Seitenteil geschraubt werden zu einem Ständer.

Hierfür zeichne ich die Bohrmittelpunkte mit Bleistift auf.

Sie liegen auf einer Mittelachse 30 mm auseinander. Benutze dafür die hässliche Seite des Holzes, denn diese steht später unten auf dem Boden. Risse, Flecken & Abplatzer verschwinden so und werden unsichtbar.

Ich habe 6 mm dicke Holzschrauben, die ich verwenden

möchte, also bohre ich mit einem Durchmesser von 4-5mm ein Loch ganz durch. Da meine Schrauben später von unten eingeschraubt werden sollen, müssen sie ganz im Holz verschwinden (versenkt werden), sonst würde der Ständer ja wackeln wenn sie herausragen.

Also muss man Senkbohrungen anbringen an jedem Loch.

Der Senkbohrer, den man dafür verwendet, schneidet quasi einen kleinen Kegel ins Holz mit der Spitze nach unten.

Bevor wir schrauben können brauchen wir nun die Seitenhölzer.

Dazu nehme ich "gehobelte" Dachlatten. Gehobelt heißt, sie sind schon schön glatt und müssen nicht mehr geschliffen werden.

Ergo hat man auch nicht so schnell Holzsplitter in den Fingern.

2 Stück für einen Sprung.

Der Querschnitt sollte mindestens 40 x 60 mm sein, dicker geht auch.

Die Länge hängt nun davon ab, wie hoch dein Sprung werden soll.

Meine sollten 50 cm werden und man muss die Seiten immer 5 cm höher machen, als die letzte Stange.

Somit war meine gesamte Länge 55cm.

Sind die Schnittkanten noch etwas rauh, dann runde sie

mit der Hand und einem Streifen Schmirgelpapier etwas ab.

An einer Seite soll die Platte angebracht werden.

Wähle die schäbigste Stirnseite dafür aus.

 

Auf die Andere blickt man später drauf,

die häßliche Auswahl landet unten auf der Platte.

 

Mit Bleistift wieder die Bohrungsmittelpunkte anzeichnen. Strich-Punkt-Linien sind die Mittellinien des Holzquerschnittes.

 

Meine Schrauben sind

60 mm lang und 6 mm im Durchmesser. Ich bohre also mit 4 mm

 

Durchmesser vor und zwar ca. 40 mm tief

(20 mm hat ja die Bodenplatte wir erinnern

uns!)

Bevor ihr diese nun verschraubt,

lest bitte erst weiter,

denn ich würde zuerst die Stangenhalter anbringen und

dann zusammenschrauben. Ihr seht gleich warum.

Ich habe erst verschraubt und musste dann etwas tricksen...

Nun komme ich zu den Sprungstangen und deren Halterungen.

Stangen kann man aus schmalen Holzleisten oder Kunststoffrohr herstellen. Ich habe die Rohrvariante gewählt weil diese schneller geht (Holz zeige ich später nochmal).

Im Baumarkt gibt's 18 mm Durchmesser Kunststoffrohre.

Meist in grau oder weiß, manchmal 2m lang oder länger.

Diese Rohre habe ich auf 600 mm zugeschnitten. An meiner

Decoupiersäge ging das schnell, du kannst sie aber auch von Hand

absägen (ich musste ja mal "eben" 100 Stück davon machen).

Für meinen Sprung waren das 10 Stück (alle 5 cm ein Rohr).

Die Enden mit Schmirgelpapier etwas entgratet und mit Isolierband aus der Elektroabteilung des Baumarktes dekoriert und beklebt.

Die Aufhängung kann man in

verschiedenen Varianten gestalten.

Mit Drahtösen/Krampen/Haften oder auch aus Holz (angefräster Holzklotz oder zwei Holzdübel einsetzen).

 

Letztere zeige ich euch später nochmal.

Beginnen wir mit den Patenthaften,

ja so heißen die wirklich. Im Laden

im Bereich der Floristik sind die zu finden.

Ein Draht der aussieht wie ein eckiges "U".

Nimm einfach zwei Zangen und biege aus der kleinen Seite eine Rundung.

Ja mit der Hand geht das gut...das ist nicht so schwer.

Auch wenn du das Gefühl hast die sind zu lang, sie brauchen nicht

gekürzt werden. Ich habe es probiert und die Stangen halten nicht so gut auf zu kurzen Drähten. Diese fertigen Halter müssen nun an die Seitenbretter und zwar in der richtigen Höhe. Die Position der Bohrlöcher male ich mit einem Bleistift als Kreuze vor.

Der nächste Schritt ist etwas für kluge Rechner, damit ich es besser erklären kann habe ich eine Abbildung mit Buchstaben versehen. Die gelbe Linie ist die gebogene Patenthafte als Stangenaufhängung.

Welche in die Bohrlöcher gesteckt werden soll.

Beginnen wir mit den Buchstaben deren Abstände wir kennen.

A = vom Boden bis Oberkante Sprungstange müssen 5 cm sein.

Da jede weitere Stange 5cm höher ist, wissen wir das B = 10 cm ist.

C ist der Durchmesser des Kabelrohrs also bei mir 1,8cm und

D ist die Dicke der Bodenplatte bei mir 2 cm. Wenn ich die ersten Bohrlöcher anzeichnen will, brauche ich den Abstand "E". Dazu reduziere ich Abstand A um C und D und der Rest ist dann E.

Also 5cm minus 1,8 cm minus 2cm = 1,2cm

Das Rohr liegt in der Rundung der Patenthaften etwas tiefer, also runde ich die 1,2 auf 1,5cm auf. Das Maß F ist dann 5 cm weiter.

Hier sieht man nun das Problem, wenn man erst verschraubt hat. So nah an der Bodenplatte kann ich nicht mit der Standbohrmaschine bohren und

musste dies mit der Handbohrmaschine tun.

Also erst alles bohren, dann verschrauben.

Am Fußende beginne ich also in der errechneten 1,5cm Höhe, die Breite ergibt sich aus deiner gebogenen Krampe, bei mir lagen die so im Bereich 1-1,2 cm breite. Jedes weitere Paar 5 cm weiter.

 

Nach dem Anzeichnen habe ich die Löcher im 2mm Durchmesser gebohrt. Ca. 1 cm tief rein. Das muss nicht perfekt stimmen.

Mit einem Hammer die Patenthaften einschlagen, bis sie fest sitzen.

Achte darauf das die Rundung nach unten zeigt ! Wenn sich deine Haften verbiegen beim Einschlagen, dann nimm eine flache Zange zur Hilfe und halte die Haften unter der Rundung mit der Zange in Postion.

 

Dein erster Seitenständer ist nun fertig. Da ich meine bunt anstreichen wollte, habe ich sie weiß grundiert, die danach aufgetragene Farbe wird dann strahlender und kräftiger erscheinen.

Natürliches Holz sieht aber auch schön aus.

Mit Firnisöl gestrichen kann man Naturholz wetterfest machen.

Wie du deinen Sprung nun anmalst ist dir überlassen. Ich habe mir 5mm Sperrholzplatten zugeschnitten, die ich mit eigenen Motiven bemalen kann und dann außen an den Ständer schraube.

55 cm hoch und mindestens so breit wie meine Grundplatte. Hier noch einige Bilder dazu,

viel Spaß beim Nachbauen...